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Virtueller Hermannslauf: “Für mich war es ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk”

April 28, 2021

Das letzte Wochenende im April ist auch als Hermannslaufwochenende bekannt. Zahlreiche Läufer und Läuferinnen stellen sich an dem jeweiligen Sonntag einer der anspruchsvollsten Strecken in Deutschland: 31,1 Kilometer, verteilt auf insgesamt 515 Höhenmeter und 710 Meter Gefälle – nichts für schwache (Läufer)Nerven. Bereits seit 1972 findet das Großevent jedes Jahr statt, doch dann kam COVID-19! 2020 musste der Lauf das erste Mal in der Geschichte aufgrund der Coronapandemie ausfallen. Und auch in diesem Jahr – genauer gesagt am vergangenen Wochenende – waren wieder keine hart gesottenen Läufer und Läuferinnen rund um den Hermann anzutreffen. Komplett auf den Lauf zu verzichten ist jedoch keine Option – nicht zwei Jahre in Folge! So wurde der traditionelle Hermannslauf auf den 10. Oktober 2021 verschoben. Für all diejenigen, die es allerdings nicht erwarten können, bestand die Möglichkeit, zwischen dem 26. März und dem 25. April an dem virtuellen Hermann teilzunehmen. In einer der drei Kategorien – 2,5km, 10km und 31,1km – konnten sich Athleten und Athletinnen eine beliebige Strecke heraussuchen und diese innerhalb des vorgegebenen Zeitraums laufen. Einige Mitglieder der LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen haben das getan und haben sich dank ihrer Top-Platzierungen sogar die heiß begehrten Tickets für das Event im Herbst gesichert…

1991/2021: Manche Dinge ändern sich nie

Hermannslauf 1991: Katjana Quest-Altrogge überquert als erste Frau die Ziellinie an der Sparrenburg in einer Zeit von 02:08:09 Stunden und gewinnt damit das erste Mal den beliebten Lauf (1995 ein zweites Mal). 
18.04.2021, der virtuelle Hermann 30 Jahre später: Mit der Zeit 02:34:14 Stunden auf der Stoppuhr läuft Katjana ins Ziel im Stadion am Werreanger und belegt in ihrer Altersklasse W55 nach der Auswertung aller Ergebnisse des virtuellen Events den ersten Platz – den vierten Platz in der gesamten Frauenwertung. 31,1 Kilometer lief sie Runde um Runde ums und im Stadion in Lage und hat sich gegen zahlreiche Mitstreiter:innen durchgesetzt. Uns verriet sie: “Für mich war es ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk, die Strecke zu schaffen (mit 57 Jahren und 30 Jahre nach meinem ersten Sieg), hatte ich mit der Langstrecke eigentlich schon abgeschlossen.” Von wegen! In dieser Frau steckt noch ordentlich Läuferblut, welches sie auch noch einmal am 10. Oktober beweisen kann. Denn aufgrund ihrer Platzierung hat Katjana einen Startplatz für den richtigen Hermannslauf gewonnen. 

“Das Stadion war unsere virtuelle Promenade und die Johannissteine für mich der Tönsberg!” – Katjana

Nach dem Lauf gab es für diese beiden Powerfrauen eine lecker-süße Belohnung 😋

Alleine war Katjana jedoch nicht! Nach dem Motto “geteiltes Leid ist halbes Leid” hat sich Jutta Eickmeyer der Herausforderung “31,1 Kilometer” angeschlossen. Die regelmäßigen Langläufe alleine oder mit ihrem Mann und Vorstandsmitglied Cord Eickmeyer vergangenen Winter dürften da so einiges gebracht haben: In einer super Zeit von 02:39:39 Stunden hat es die Salzuflerin auf Platz 2 in ihrer Altersklasse, der W45, und auf Rang 7 in der gesamten Frauenwertung geschafft und darf sich somit auch über ein Ticket für den Lauf im Herbst freuen. Wir sind uns sicher: Die anderen Teilnehmerinnen des Hermannslauf am 10. Oktober dürften eine große Portion Respekt gegenüber diesen beiden Laufgranaten haben!

Midi-Hermann: Marco Rehmeier gewinnt mit einer Wahnsinns-Zeit

Zu der doppelten Frauenpower hat sich am Sonntag vor zwei Wochen noch ein männlicher Athlet der LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen gesellt: Marco Rehmeier. In der Kategorie Midi-Hermann, den 10 Kilometern, hat der ambitionierte Läufer nicht nur seine bisherige Bestzeit pulverisiert, er konnte den Lauf in 32:34 Minuten auch als Gesamtsieger beenden. Als einzige Jugendliche ist Luana Meyer den 2,5km-Mini-Hermann in 11:26 Minuten gelaufen und Erste in der U14-Altersklasse geworden. Da fällt uns nur eines ein: Chapeau und weiter so!

Marco Rehmeier macht die Tartanbahn im Stadion am Werreanger unsicher

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