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LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen kehrt unter Einhaltung der Corona-Regeln zum Gruppentraining zurück

Juni 9, 2020

Erstaunlich, welche Glücksgefühle eine Tartanbahn unter den Füßen auslösen kann. Vor allem, wenn sie wochenlang darauf verzichten mussten. „Dieser Untergrund fühlt sich einfach viel besser an“, freuen sich die Athleten. Asphalt, Wirtschaftswege, Waldboden, … improvisieren mussten sie, aber das gehört seit dieser Woche der Vergangenheit an. Denn die älteren Leichtathleten der LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen dürfen in „ihre Wohnzimmer“, ins Stadion Werreanger, Lage, und ins Stadion Lohfeld, Bad Salzuflen,  zurückkehren.

Die deutlich besseren Trainingsbedingungen sind die eine Sache. Gemeinsam mit den Teamkolleginnen und -kollegen auf dem Platz zu stehen, ist die andere, die das gemeinsame Training so wertvoll macht. „In der Gruppe fühlt sich das ganz anders an“, bestätigen die Athleten. In der Gruppe, das bedeutet bis max. 5 Sportler und ein Trainer, und das alles unter strenger Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. In der Leichtathletik lässt sich das verhältnismäßig gut umsetzen. Alle Disziplinen lassen sich problemlos angehen, bis auf das Hoch- und Stabhochsprungtraining sowie das Staffeltraining, weil der Kontakt mit Matte und die Nähe beim Stabwechsel doch Probleme bereiten würden.

An den Abenden sind es jeweils drei Kleingruppen, die unter der Leitung der zuständigen Trainer arbeiten. Es wurden Wochenpläne erstellt, jeder weiß, wann er dran ist. An die Stufen der Tribüne im Stadion sind Zahlen geklebt oder Hütchen gestellt, jeder Sportler bekommt seinen eigenen Platz zugewiesen. Da ist eine Menge zu organisieren.

Stadion-Einheiten nicht vergleichbar mit Solo-Training

Und da gibt es durchaus einige Dinge aufzuarbeiten. Während des Corona-Lockdowns haben die älteren Sportler ihre Trainingspläne bekommen, wonach sie trainieren mussten. Das hat oft gut funktioniert, kommt aber gewiss nicht an die Stadion-Einheiten heran. Andere wählten die digitale Trainingsanleitung und trainierten gemeinsam, jeder an seinem Trainingsort.

All das hat gut funktioniert, jedoch Wochen ohne Spikes, das ist zu spüren – besonders im Schnelligkeitsbereich. Im Wiedereinstieg ist nun sehr viel Kreativität gefragt. Die Abstands- und Hygieneregeln müssen eingehalten werden. Die Techniker konnten während der Pause nicht so intensiv arbeiten, dürfen jetzt aber voll loslegen, weil es keine Kontakte gibt, jedoch muss jeder sein eigenes Wettkampfgerät benutzen oder die Geräte müssen vor der Weitergabe an andere desinfiziert werden.

Wettkämpfe gibt es vorerst nicht, jedoch ermöglicht es die Situation aber, die Vorbereitung auf eine breitere Basis zu stellen, weil die intensiveren Belastungen erst später kommen.

Ausgerichtet sind viele Anstrengungen darauf, dass es nach den Sommerferien wieder Wettkämpfe geben könnte. Andere haben die Saison schon beendet und orientieren sich Richtung Aufbautraining für die nächste Saison.

Alle wollen wieder ihre Spikes anziehen

Mit den Kindergruppen U 12 und jünger wollen wir sehen, wie sich alles entwickelt, und erst wieder nach den Sommerferien mit dem gemeinsamen Training beginnen. Sie alle brennen darauf, ihren Sport bald wieder unter Normalbedingungen auszuüben.  

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